Immobilienkäufer sind keine Goldesel

Die ständige Erhöhung der Grunderwerbsteuer

wird sich wirtschaftlich rächen

Die Steuereinnahmen in Deutschland sind so hoch wie nie zuvor. Bundesfinanzminister Schäuble und die Regierungskoalition verkünden gut gelaunt einen ausgeglichenen Staatshaushalt. Doch der fröhliche Jubel hat vor allem für Immobilienkäufer einen bitteren Beigeschmack, denn die vielen zusätzlichen Millionen sind in erster Linie aufgrund der in den letzten Jahren massiv erhöhten Grunderwerbsteuer in die staatlichen Kassen geflossen.

Seit 2006 bereits 26-mal angehoben, wurde im Jahr 2015 bei den für praktisch jeden Immobilienerwerb anfallenden Abgaben ein neuer Höchststand erreicht: Mit 11,2 Millionen Euro stiegen die entsprechenden Einnahmen laut Bundesfinanzministerium gegenüber dem Vorjahr um sage und schreibe 20,4 Prozent. Eine Rekordsumme, die unterm Strich aus den Geldbörsen der Hauskäufer und Bauherren stammt und somit zu Lasten von Privatpersonen, Unternehmern und Investoren geht.

Halten bislang lediglich Bayern und Sachsen am ursprünglichen Steuersatz von 3,5 Prozent fest, greifen die anderen Bundesländer gnadenlos zu. So wird ab 2017 im Saarland, in Nordrhein-Westfalen, Brandenburg, Schleswig-Holstein und Thüringen der Spitzensatz von 6,5 Prozent gelten.

Extremen Verteuerung des Wohnens

Auch wenn es manche nicht wahrhaben wollen: Die ständige Erhöhung der Grunderwerbsteuer führt zur extremen Verteuerung des Wohnens. Neben einer permanent zu beobachtenden Mietsteigerung setzen die hohen Kosten vor allem Familien und jüngeren Immobilienkäufern zu. Kritik kommt auch von Andreas Ibel, dem Präsidenten des Bundesverbandes freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW). Wie Ibel sagt, könne es angesichts des riesigen Mangels an bezahlbarem Wohnraum nicht sein, dass Länder und Kommunen versuchen, über eine immer höhere Grunderwerbsteuer ihre Haushaltslöcher zu schließen.

Wann reagiert die Politik

Doch Immobilienkäufer sind keine Goldesel und auf Dauer wird das immer massivere Drehen an der Steuerschraube nicht ohne wirtschaftliche Folgen bleiben. Folgen, die letztlich nach hinten losgehen dürften und im Endergebnis unangenehme Auswirkungen auf den Staatshaushalt haben werden. Im Blick auf die zunehmend kritischen Stimmen stellt sich daher die Frage, ob und wann die Politik endlich auf die immer schlechtere Stimmung des Immobiliensektors reagieren wird.

Bild: – Neubaugebiet im Grünen © Jürgen Fälchle

Marc Korte Breitbild

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